Hauptpunkte
a) Punkte auf dem Lenkergefäß, huá tuó jiā jǐ-Punkte und Zustimmungspunkte (shū). LG 14 (dà zhuī), LG 12 (shěn zhù), LG 4 (mìng mén), LG 3 (yāo yáng guān), LG 1 (cháng qiáng), Zustimmungspunkte der inneren Organe (wǔ zàng shū), huá tuó jiā jǐ-Punkte, jeweils eine Nadel an jedem Wirbel unterhalb des verletzten Wirbels, Gbl 26 (dài mài), Bl 31 (shàng liáo), Bl 32 (cì liáo), Bl 33 (zhōng liáo), Bl 34 (xià liáo), Bl 54 (zhì biān), Gbl 30 (huán tiào), Bl 36 (chéng fú), Bl 37 (yīn mén), Bl 40 (wěi zhōng), Bl 57 (chéng shān), Bl 60 (kūn lún), N 1 (yǒng quǎn), N 6 (zhào hǎi), Bl 62 (shěn mài). b) Punkte auf dem Konzeptionsgefäß, auf dem yáng míng-Meridianen und die fünf Zustimmungspunkte: KG 12 (zhōng wǎn), KG 6 (qì hǎi), KG 4 (guān yuán), Ma 25 (tiān shū), Le 13 (zhāng mén). Außerdem kann man folgende Punkte akupunktieren: qì jiě, Ma 30 (qì chōng), Ma 31 (bì guān), Ma 36 (zú sān Iǐ), Ma 39 (xià jù xū), Ma 41 (jiě xī), Ma 44 (nèi tíng), MP 6 (sān yīn jiāo) oder Gbl 26 (dài mài), Gbl 34 (yáng líng quán), Gbl 40 (qiū xū), Le 3 (tài chōng), oder Ma 25 (tiān shū), Ma 30 (qì chōng), MP 9 (yīn Iíng quán), MP 6 (sān yīn jiāo), Le 3 (tài chōng), N 3 (tài xī), N 6 (zhào hǎi), Bl 62 (shěn mài). Bei hohen Querschnittslähmungen mit Lähmungen der oberen Extremitäten wählt man Punkte auf den drei yáng-Meridianen der Hand aus: Di 15 (jiān yú), Di 11 (qū chí), Di 4 (hè gǔ), 3E 5 (wài guān), 3E 4 (yáng chí), Di 5 (yáng xī), Dü 5 (yáng gǔ), Dü 8 (xiǎo hǎi), 3E 3 (zhōng zhǔ). Auch Punkte der drei yīn-Meridiane der Hand können akupunktiert werden: H 1 (qí quán), Lu 5 (chǐ zé), Pk 6 (nèi guān), Lu 7 (liè quě), H 7 (shén mén), Lu 9 (tài yuān), Lu 10 (yú jì), Pk 7 (dà líng). Alle Punkte liegen distal von Ellenbogen und Kniegelenk und beinhalten die jǐng-(Brunnen-), yíng (Quelle-), shū (Bach-), yuán, jīng (Fluß-) und hé (Meer-) Punkte der zwölf Hauptmeridiane. Insgesamt sind es 66 Punkte.Moxibustion zur Erholung der sexuellen Funktion und der Blasenfunktion
Die Hauptpunkte sind hier: Bl 23 (shèn shū), Bl 33 (zhōng liáo), LG 4 (mìng mén), LG 3 (yāo yáng guānguän), KG 6 (qì hǎi), KG 4 (guān yuán), KG 3 (zhōng jí), MP 6 (sān yīn jiāo). Hier wird einmal täglich behandelt und 30 Behandlungen bilden einen Zyklus. Man behandelt zwei Punkte in jeder Sitzung. Die maschinelle Moxibustion wird über einer Ingwerscheibe durchgeführt.Injektionen am Akupunkturpunkt
Hier kann man Lösungen von Radix Angelicae Sinensis, Vitamin B 1, Vitamin B 12 oder andere Medikamente in kleinen Dosen anwenden. Man behandelt einmal täglich zwei oder vier Punkte in jeder Sitzung. Zwei Medikamente werden abwechselnd verwendet.Fallbeispiel 1
Ein 25jähriger Mann hatte sich durch einen Sturz verletzt. Im Röntgenbild zeigte sich eine Kompressionsfraktur mit Dislokation im Rumpfbereich, und er hatte eine komplette Paraplegie. Er wurde operativ dekomprimiert, und die Wirbel wurden mit einer Stahlplatte fixiert. Nach der Operation besserte sich die Lähmung jedoch nicht. Bei der Untersuchung lag der Patient in Bauchlage und konnte sich nicht drehen. Blasenfunktion und Darmentleerung konnten nicht kontrolliert werden. Beide Füße waren ödematös und die Muskulatur stark atrophisch. Willkürlich konnte er die Muskulatur nicht bewegen. Temperatur- und Schmerzempfindungen unterhalb der Leiste waren aufgehoben. Nachdem der Patient nach der oben angegebenen Methode behandelt worden war, besserte sich sein Zustand. Zunächst lernte er zu sitzen, zu knien, zukriechen, dann konnte er stehen und mit Krücken gehen. Er gewann wieder Kontrolle über die Blasen- und Darmfunktion, und der Blaseninfekt heilte ab. Schmerz- und Temperaturempfindungen erholten sich oberhalb der Fußknöchel. Alle Sehnenreflexe kehrten zurück. Am Schluss der Behandlung konnte er mit einer einzigen Krücke 2000 Meter weit gehen, sich selbst versorgen und sogar Geschlechtsverkehr haben.Fallbeispiel 2
Ein 26jähriger Minenarbeiter erlitt ein Trauma in seiner Rumpfregion. Er wurde nicht operiert, bekam aber für zwei Monate einen Gipsverband um sein rechtes Bein. Als er in unser Krankenhaus kam, konnte er nur auf dem Rücken liegen. In der Steißbeinregion hatte er einen 4×6 cm großen tiefreichenden Decubitus. Er hatte außerdem Fieber, 13000 Leukozyten, einen Blaseninfekt, Blasen- und Darmfunktion waren unkontrollierbar. Beide Beine konnte er nicht bewegen, und die Muskulatur war atrophisch. 15 cm oberhalb des Knies betrug der Beinumfang nur 27 cm. Die Bauchhautreflexe waren erloschen. Er hatte dumpfe Schmerzen und Temperatursensationen distal der Leiste, die unterhalb des Knies verschwanden. Nachdem er drei Monate lang intensiv nach der oben angegebenen Methode behandelt worden war, besserte sich sein Zustand. Der Dekubitus heilte ab. Urin- und Blutwerte normalisierten sich. Die Funktion der Beine besserte sich, zuerst konnte er stehen, dann lernte er zu knien, zu kriechen, dann mit fixierten Knien zu stehen. Anschließend wurde das Gehen geübt. Am Schluss der Behandlung konnte er mit Krücken 3 km weit gehen. Blasen- und Darmfunktion waren normalisiert. Der Beinumfang wuchs von 27 auf 32 cm, und die Schmerzempfindungen normalisierten sich. Auch die Reflexe kehrten zurück. Er konnte sich selbst versorgen. Beide Beine bekamen wieder normale Muskulatur, Hautfarbe und Temperatur.BUCHEMPFEHLUNGEN
Bernot, Johannes
Akupunkturkombinationen
Die Kunst des Kombinierens
Klassische Punktkombinationen aus 1.700 Jahren Akupunkturtradition werden in diesem Buch erstmals systematisch nach Syndromen erfasst und in strukturierter Weise für die tägliche Praxis erschlossen. Die Auswahl von Akupunkturpunkten erfolgt üblicherweise über die Leitsymptome, das Wissen um die Punktkombinationen zur Behandlung von Syndromen ist im Westen bislang noch wenig erschlossen.























































































































































































































































































































































