Diarrhö bei Kindern entsteht in der Regel auf der Grundlage einer Schwäche des Systems von Milz und Magen, in Kombination mit unregelmäßigen Mahlzeiten und Problemen mit dem Wetter, was dazu führt, dass die Verdauung und der Transport der Nahrung beeinträchtigt werden. Man findet Bauchschmerzen, heftige Darmgeräusche, gelblich-grüne Stühle mit Schleimauflagerungen und manchmal auch mit Beimengungen von unverdauter Milch. Die Anzahl der Stuhlentleerungen ist stark gesteigert, manchmal bis zu zehnmal am Tag.
Folgende Punkte werden ausgewählt:
sì fèng und Pk 7 (dà líng).
Am Punkt sì fèng wird mit einer spitzen Nadel und geringer Manipulation genadelt. Es soll aber kein Blut und keine Flüssigkeit austreten. In leichten Fällen kann man einmal an jedem zweiten Tag nadeln, in schwereren Fällen muss jeden Tag behandelt werden. Bei Fieber, Bauchschmerzen und grünem klebrigem Stuhl soll am Punkt Pk 7 (dà líng) auch leicht mit der spitzen Methode genadelt werden. Die Nadel muss nicht liegengelassen werden.
Als Nebeneffekt bemerkt man oft, dass die Kinder nach der Akupunktur einschlafen. Wenn die Kinder an den Handflächen schwitzen, ist das Ergebnis besser.
Fallbeispiel kindlicher Diarrhö
Ein drei Monate altes Kleinkind hatte mehr als 20 Durchfälle täglich seit dem zehnten Tag nach seiner Geburt. Während des Stuhlgangs hatte er von außen hörbares Darmgrollen. Der Stuhl war grün mit Beimengung von unverdauter Milch. Seit einigen Tagen verschlechterte sich sein Zustand. Bei der Untersuchung hatte das Kind eine blasse Gesichtsfarbe, wirkte ausgezehrt, der Schrei war schwach, der Bauch fühlte sich weich an, es hatte häufig laut hörbare Darmgeräusche. Die Fingervenen waren pinkfarben und erreichten den Übergang des qì (qì guān). Die Diagnose war: Schwäche in Magen und Milz, dyspeptische Durchfälle.
Zur Behandlung wurde der Punkt sì fèng genadelt. Zehn Minuten anschließend schlief das Kind ein, die Darmgeräusche waren deutlich geringer geworden, und Schweiß trat an den Handflächen aus. Es wachte zwei Stunden später wieder auf und hatte seither nur noch fünf Stuhlentleerungen täglich. Mit weiteren vier Sitzungen war das Kind geheilt.
BUCHEMPFEHLUNGEN
Kirschbaum, Barbara
Handbuch Zungendiagnostik
Die Zungenzeichen in der Chinesischen Medizin
Die Zungendiagnostik ist wesentlicher Bestandteil einer vollständigen Chinesischen Diagnose. Sie ist wichtig für eine zielführende therapeutische Entscheidung und vor allem für die prognostische Beurteilung des Krankheitsverlaufs. Die Zungenzeichen geben außerdem Aufschluss über konstitutionelle und energetische Stärken und Schwächen des Patienten.























































































































































































































































































































































