Fallbeispiel
Eine 46jährige Frau litt seit mehr als zwei Monaten an linksseitiger Gesichtslähmung. Sie wurde mit Elektrostimulationsakupunktur, Physiotherapie sowie mit Medikamenten ohne jeden Erfolg behandelt. Bei der Untersuchung war ihre linke Gesichtsseite gelähmt mit unvollständigem Augenschluss, verstrichenen Stirnfalten und abgeflachter Nasolabialfalte. Sie konnte die Wangen nicht aufblasen und nicht die Stirn runzeln. Beim Zeigen der Zähne war der Mund schief verzogen. Wenn sie den Mund spülte, lief das Wasser aus dem Mundwinkel. Das qì in ihren Meridianen war erkrankt durch allzu viel Elektrostimulationsakupunktur. Die Patientin wurde mit Moxibustion behandelt, um pathogenen Wind und Kälte zu vertreiben (qū fěng sàn hán) und die Meridiane kräftig zu reinigen (huó xuè tōng luò): Dreimal täglich bei jeder Sitzung wurden die Punkte Ma 4 (dì cāng), Ma 6 (jiá chě), Gbl 14 (yáng bái), tài yáng und Ma 7 (xià guān) auf der betroffenen Seite behandelt, bis sich eine lokale Schwellung ohne Blasen bildete. Der Befund besserte sich langsam. Die Patientin wurde noch weitere zwölf Sitzungen an jedem zweiten Tag behandelt. Nach 22 Behandlungssitzungen war sie geheilt.BUCHEMPFEHLUNGEN
MacPherson, Hugh; Kaptchuk, Ted J.
Akupunktur in der Praxis
Fallbesprechung westlicher Experten
Wer Dan Bensky, Stephen Birch, Bob Flaws oder Jane Lyttleton beim Akupunktieren “über die Schulter” sehen und sein Wissen erweitern will, der greift zu dieser Sammlung westlicher Meister der Akupunktur.























































































































































































































































































































































