Fallbeispiel
Eine 41jährige Frau hatte meist eine verfrühte Menstruationsblutung mit Ausscheidung von hellrotem Blut und Klumpen. Die Blutung dauerte 14 Tage in voller Stärke an. Sie klagte über Schwindel, Ohrgeräusche, nervöse Unruhe und hatte eine blasse Zunge mit dünnem weißem Belag und Zahneindrücken. Die Diagnose lautete: Mangelzustand der Milz, die nicht in der Lage ist, das Blut zu halten (pí xū shī shè), sowie Verlust der Stabilität im Durchdringungsgefäß (chöng-Meridian) und Konzeptionsgefäß (chōng rén bú gù). Die Behandlung musste die Milz kräftigen, das qì tonisieren (jiàn pí yí qì) und die Blutung stillen, um die Gefäße zu festigen (zhǐ xuè gù jīng). MP 1 (yīn bái) wurde, ohne die Nadel liegenzulassen tonisierend akupunktiert, und am 17. Wirbel wurde warm moxibustiert. Nachdem diese Behandlung am Morgen beendet war, hatte sie am Nachmittag bereits geringere Blutungen, und diese waren am nächsten Tag gestillt. Sie hatte nur noch kalte Gliedmaßen und etwas Schwindel. Nun wurde sie auf dieselbe Weise behandelt, zusätzlich wurde Bl 20 (pí shū) tonisierend akupunktiert, um so die Wurzel zu behandeln. Nach einem halben Jahr wurde sie nachuntersucht und hatte normale Menstruationsblutungen.BUCHEMPFEHLUNGEN
Kirschbaum, Barbara
Handbuch Zungendiagnostik
Die Zungenzeichen in der Chinesischen Medizin
Die Zungendiagnostik ist wesentlicher Bestandteil einer vollständigen Chinesischen Diagnose. Sie ist wichtig für eine zielführende therapeutische Entscheidung und vor allem für die prognostische Beurteilung des Krankheitsverlaufs. Die Zungenzeichen geben außerdem Aufschluss über konstitutionelle und energetische Stärken und Schwächen des Patienten.























































































































































































































































































































































