Zur Moxibustionsbehandlung von Uterusprolaps werden die Punkte LG 20 (bǎi huì) und LG 22 (xìn huì) ausgewählt, die beide am Kopf in der Nähe des Scheitels liegen.
Diese Punkte werden nach der Regel ausgewählt, dass man Punkte am oberen Teil des Körpers für Erkrankungen des unteren Teils des Körpers wählen soll (xià bìng gāo qǔ) und dass man beim Herabfallen für das Anheben sorgt (xiàn zhě jǔ zhi).
Moxibustion an diesen Punkten kann bewirken, dass das yáng-qì nach oben aufsteigt (shěng jǔ yáng qì) und den Uterus wieder hochzieht. Die Behandlung führt man einmal täglich durch, wobei sieben Behandlungen einen Therapiezyklus bilden. Bevor ein neuer Zyklus begonnen wird, macht man drei Tage Pause.
Fallbeispiel Uterusprolaps
Eine 31jährige Bäuerin hatte nach ihrer zweiten Entbindung wegen der schweren körperlichen Arbeit auf den Feldern nicht einmal einen Monat lang Ruhe. Sie bemerkte, dass etwas aus ihrer Vagina vorfiel, und dies nahm bei körperlicher Arbeit zu. Außerdem hatte sie ein Wundheitsgefühl in der Taille, Schwäche der Beine, ein Völlegefühl im Unterbauch und sie mochte kaum sprechen. Sie musste häufig Wasser lassen und hatte weißen vaginalen Ausfluss.
Die Diagnose lautete: Uterusprolaps zweiten Grades. Sie wurde mit mehreren Dutzend Portionen von traditionellen Medikamenten ohne Erfolg behandelt. Im Gegenteil wurde der Prolaps immer schlimmer.
Bei der Untersuchung war sie sehr blass, mochte kaum sprechen. Die Zunge war blass mit dünnem weißem Belag, der Puls war versunken und schmal (chén xì). Die Diagnose lautete: Mangel an qì und Blut (qì xuè xū ruò) Erschlaffung der Leitbahnen im Uterus (bāo mài sōng chí). Die Behandlung musste das qì kräftigen, damit die Energie wieder aufsteigen konnte (bǔ qì shěng tí) und der Uterus gefestigt und aufgenommen wurde (gù shè bāo gōng).
Die Patientin wurde an den Punkten LG 20 (bǎi huì) und LG 22 (xìn huì) einmal täglich moxibustiert. Nach drei Behandlungen hatte sie das Gefühl, dass sich in ihrem Unterleib etwas zusammenzieht. Nach einem Behandlungszyklus war ihr Uterus wieder in die normale Lage zurückgezogen. Dies wurde durch die gynäkologische Untersuchung bestätigt. Nach drei Tagen Pause wurde eine weitere Behandlungsserie gegeben. Die Patientin war danach beschwerdefrei.























































































































































































































































































































































