Zur Behandlung von Parotitis epidemica behandeln wir im Wesentlichen die Punkte 3E 17 (yì fěng), Ma 6 (jiá chě) und Di 4 (hè gǔ) und manipuliere sedierend, wobei die Nadeln 15 bis 30 Minuten liegenbleiben.

An den Punkten Di 1 (shāng yáng und Lu 11 (shào shāng) wird bis zum Bluten gestochen, um den Wind zu zerstreuen, die Hitze zu klären und die Schwellung zu vermindern, damit die Schmerzen nachlassen (shū fěng qīng rè xiāo zhǒng zhǐ tòng).

Bei hohem Fieber werden die Punkte Gbl 20 (fěng chí), LG 14 (dà zhuī), Di 11 (qū chí) und 3E 5 (wài guān) sediert, um den Wind auszutreiben und die Pathogene zu zerstreuen (qū fěng sàn xié).

Wenn der Patient erbrechen muss, wird an den Punkten KG 12 (zhōng wǎn), Ma 36 (zú sān Iǐ) und Pk 6 (nèi guān) sedierend behandelt, um die Hitze zu klären und das Aufsteigen des qì zu unterdrücken (qīng rè jiàng nì).

Fallbeispiel

Ein Junge von acht Jahren litt seit fünf Tagen an Fieber mit Frösteln, Kopfschmerzen, Erbrechen, Appetitverlust, und es trat eine unscharf begrenzte Schwellung unter dem rechten Ohr auf. Diese Schwellung war deutlich überwärmt. Der Patient konnte schlecht kauen. Bei der Untersuchung hatte er eine Körpertemperatur von 38,5° C, die Pulsfrequenz betrug 100/Minute, die Atemfrequenz 34/Minute, die rechte Parotis war geschwollen und druckschmerzhaft. Der Hals war gerötet. Lokale Lymphknotenschwellungen fanden sich nicht, und die Hoden waren reizlos. Der Puls war beschleunigt (shuò) und die Zunge gerötet mit gelbem fettigem Belag.

Die Diagnose lautete: äußere epidemische Pathogene befinden sich in der äußeren Schicht, im shào yáng-Meridian, der durch das Ohr läuft, hat sich Hitze gestaut. Fieber, Kopfschmerzen und Frösteln entstehen durch die epidemisch auftretenden Gifte. Die Erkrankung war noch im ersten Stadium, daher war der Puls schwebend und beschleunigt (fú shuò), und die Zunge rot mit gelbem Belag. Die Behandlung musste die Hitze klären und den Patienten entgiften (qīng rè jiē dú).

Es wurden die Punkte Di 4 (hè gǔ), 3E 17 (yì fěng), Ma 7 (xià guān), Ma 6 (jiá chě) und der Tonsillenpunkt, der am inneren Rand der Inzisur des Unterkiefers liegt akupunktiert. Hier muss man die Nadel etwas schräg in Richtung auf den Kehlkopf einstechen und 1,5 cùn vorführen. Es wurde drei Tage lang einmal täglich behandelt. Dann war die Erkrankung abgeklungen.