Es gibt zwei Entstehungsweisen von Urtikaria:
  • Eindringen von Wind-Hitze und
  • Angriff von Wind-Kälte.
Wenn man akupunktiert oder moxibustiert, soll man bei Hitze schnell und bei Kälte langsam manipulieren.

Punktauswahl

Di 11 (qū chí), Di 4 (hé gǔ), Gbl 20 (fěng chí), MP 10 (xuè hǎi), MP 6 (sān yīn jiāo) und Ma 36 (zú sān Iǐ). In einer Sitzung werden jeweils drei bis vier Punkte gestochen, und die Nadeln mittels Drehbewegungen sedierend manipuliert. Es wird einmal täglich behandelt. Bei Wind-Hitze werden die Nadeln zehn Minuten liegengelassen, bei Wind-Kälte 30 Minuten.

Fallbeispiel: Urtikaria

Eine 20jährige Frau hatte zwei Tage lang an Juckreiz gelitten und bekam dann rund oder unregelmäßig geformte Quaddeln im Gesicht, am Rumpf und an den Extremitäten, die sich über den ganzen Körper ausbreiteten. Die Quaddeln erschienen und verschwanden zwischendurch und verteilten sich unregelmäßig über den ganzen Körper. Sie hatte fünf bis sechs Anfälle an einem Tag. Die Hautklinik diagnostizierte eine Urtikaria. Bei der Untersuchung hatte sie einen fettigen gelben Zungenbelag und einen schwebenden und beschleunigten Puls (fú shuò). Die Diagnose war: Urtikaria vom Typ Wind-Hitze. Die Behandlung bestand darin, den Wind zu zerstreuen, die Hitze zu klären (shū fěng qīng rè) und das Blut zu kühlen (liáng xuè). Dazu wurden folgende Punkte ausgewählt: Di 11 (qū chí), Di 4 (hé gǔ), MP 10 (xuè hǎi) und Ma 36 (zú sān Iǐ). Alle wurden durch Drehen und Rotieren der Nadeln sedierend manipuliert. Behandelt wurde einmal täglich, und die Nadeln wurden zehn Minuten liegengelassen. Nach nur drei Sitzungen war der Juckreiz gelindert