Die Behandlung muss im Wesentlichen die Milz und den Magen kräftigen (jiàn pí yì wèi). Sì fèng, Le 13 (zhāng mén), KG 12 (zhōng wǎn), Bl 20 (pí shū), Bl 21 (wèi shū) und Ma 36 (zú sān Iǐ) werden akupunktiert.
Sì fèng ist der Hauptpunkt; er wird als erstes akupunktiert und Flüssigkeit herausgequetscht.
Le 13 (zhāng mén) ist Sammelpunkt (mù xué) der Milz und der Zusammenfluss der inneren Organe von yīn-Charakter. Bl 20 (pí shū) ist mit Le 13 (zhāng mén) außengekoppelt.
KG 12 (zhōng wǎn) ist der Sammelpunkt des Magens und der Zusammenfluss der inneren Organe von yáng-Charakter. Bl 21 (wèi shū) ist mit KG 12 (zhōng wǎn) außengekoppelt.
Ma 36 (zú sān Iǐ) ist der Vereinigungspunkt (hé xué) des Magenmeridians.
Die kombinierte Anwendung dieser Punkte kann das Innere harmonisieren, die Stagnation zerschlagen (hé zhōng huà zhì), Klumpen auflösen (xiāo jī), Milz und Magen stärken und die Verdauungsfunktion fördern (jiàn pí yì wèi). Alle Punkte außer sì fèng werden tonisierend akupunktiert, am Punkt Ma 36 (zú sān Iǐ) wird außerdem mit der Moxarolle moxibustiert. Es wird einmal täglich oder an jedem zweiten Tag behandelt, wobei sieben Behandlungen einen Therapiezyklus bilden. Zwischen zwei Zyklen wird eine Pause von fünf Tagen eingelegt.
Man kann noch bessere Ergebnisse erzielen, wenn man gleichzeitig manualtherapeutisch behandelt. Das Kind wird mit unbedecktem Rücken auf den Bauch gelegt. Man hält die Handflächen nach oben und drückt mit dem Zeigefinger beide Seiten des Kreuzbeins. Mit Daumen und Zeigefinger werden die Haut und das Bindegewebe unter der Haut vom Kreuzbein bis zum Punkt LG 14 (dà zhuī) gekniffen. Dies wiederholt man siebenmal. Immer wenn man am Punkt Bl 20 (pí shū) und Bl 21 (wèi shū) ankommt, wird hier die Haut stark angehoben und dreimal kräftig stimuliert. Dies führt man einmal oder zweimal täglich durch. Diese Manipulation ist nicht nur bei kindlicher Verdauungsstörung hilfreich, sondern auch bei anderen Krankheiten der Milz, des Magens und der inneren Organe.
Fallbeispiel
Ein vierjähriges Mädchen litt seit einem Jahr an Dyspepsie. Sie hatte schon viele Behandlungen ohne Erfolg bekommen. Seit zweieinhalb Monaten wurde sie nun mit Akupunktur und Moxibustion behandelt, und ihr Zustand hatte sich gebessert. Sie war beinahe völlig genesen. Sie wurde weiterhin einmal bis zweimal pro Woche mit Chiropraktik behandelt und nach einem Jahr, als sie nachuntersucht wurde, war sie gesund.























































































































































































































































































































































