Aufgrund der Pathogenese des Asthmas kann man feststellen, dass die Symptome in der Lunge (biāo zài fèi), aber die Wurzeln der Erkrankung in der Niere und in der Milz liegen (běn zài pí shèn). Deshalb sollte die Behandlung in zwei Stufen unterteilt werden.

Anfallsstadium

Hier müssen die Symptome behandelt werden.

Man akupunktiert zuerst KG 22 (tiān tú): Zunächst inseriert man die Nadel in die Subkutanschicht, dann kippt man sie schräg, bis die Spitze hinter das Sternum zeigt und führt sie 0,8 bis 1 cùn tief ein. In diesem Moment breitet sich das Nadelgefühl über den Kehlkopf und den Brustkorb aus.

Dann wird am Punkt KG 17 (dàn zhōng) genadelt, wobei die Nadel flach unter der Haut 0,5 bis 0,8 cùn eingeführt wird, und sich das Nadelgefühl lokal ausbreitet.

LG 14 (dà zhuī) und Extrapunkt dìng chuǎn werden senkrecht etwa 0,5 bis 0,8 cùn tief akupunktiert. Dabei soll ein lokales Spannungsgefühl entstehen.

Die Nadeln werden 10 bis 15 Minuten liegen gelassen. Nachdem die Nadeln gezogen wurden, werden Schröpfköpfe für 5 bis 10 Minuten auf die Punkte LG 14 (dà zhuī) und Extrapunkt dìng chuǎn aufgesetzt. Es wird einmal täglich behandelt. Zehn Behandlungen bilden einen Behandlungszyklus.

Intervallstadium

Hier muss die Wurzel der Erkrankung behandelt werden.

Dazu werden vier Gruppen von Punkten ausgewählt:

  • KG 6 (qì hǎi) und Ma 36 (zú sān Iǐ);
  • KG 12 (zhōng wǎn) und MP 6 (sān yīn jiāo);
  • LG 12 (shěn zhù) und Bl 23 (shèn shū);
  • Bl 13 (fèi shū) und LG 4 (mìng mén).

An den Punkten dieser vier Gruppen wird abwechselnd direkt oder indirekt über Ingwerscheiben mit jeweils 7 bis 15 Moxakegeln moxibustiert, wobei 12 Sitzungen einen Therapiezyklus bilden. Wenn der Patient anschließend beschwerdefrei ist, wird nicht weiter behandelt. Man kann auch in der empfänglichen Jahreszeit oder an den heißesten Sommertagen nur mit einer Serie von Moxibustion behandeln. Dies verhindert das Auftreten von Asthmaanfällen.